Alarmanlagen – mehr als eine Abschreckung für Einbrecher

Lange Zeit gehörten Alarmanlagen nur ins optische Erscheinungsbild einer Villa oder eines teuren Bürogebäudes. Mit den sinkenden Preisen dieser Sicherheitstechnik können sich immer mehr Hauseigentümer die Einbruchmeldeanlagen leisten.

Vorrangig sollen Alarmanlagen Einbrüche melden und Einbrecher abschrecken – sie können aber viel mehr als das! Moderne Alarmsysteme melden Brände, die Öffnung eines Fensters oder einer Tür, während die Hausbewohner nicht zu Hause sind, oder machen auf einen Wasserschaden aufmerksam.

Eine Definition: Was ist eine Alarmanlage?

Vor wenigen Jahren dachten Sie vielleicht an eine Außensirene an der Hauswand, wenn jemand von Alarmanlage gesprochen hat. Heute bestehen hochwertige Alarmanlagen aus mehreren Komponenten, die in den unterschiedlichsten Fällen Alarm auslösen. Grundsätzlich bleibt der Oberbegriff “Alarmanlage” aber gleich und bezeichnet elektronische Systeme, die einen besonderen Vorfall melden und die betroffenen Personen warnen sollen. Das trifft bei Bränden und Einbrüchen zu, die durch ein akustisches Signal oder eine stumme Benachrichtigung an den Eigentümer oder der Polizei angezeigt werden. 

Die Komponenten einer Alarmanlage

Das Bedienteil einer Einbruchmeldeanlage wird meistens in der Nähe der Eingangstür befestigt. So können Sie beim Verlassen des Hauses Ihre Alarmanlage per Zahlencode oder mit einem Schlüssel scharfstellen.

Bei modernen Alarmanlagen bildet eine Zentrale das Herzstück und fungiert als Schnittstelle zwischen den einzelnen Komponenten. Dabei handelt es sich um einen elektronischen Verteiler, indem die eingehenden Signale von Außen- und Innensirene, Fenster- und Türkontakt, Rauchmelder, Überwachungskamera und Handsender (auch Smartphones zählen dazu) gesammelt werden. 

An der Zentrale sind viele Einstellungen möglich, die Ihren Alltag bereichern. So gibt das Herzstück einen Alarm aus, sobald der Feuermelder im Keller einen Brand signalisiert oder sich ein Unbefugter Zugang zur Küche verschafft. Auf welchem Wege Sie das Alarmsignal erreicht, können Sie je nach Modell anpassen.

Diese Alarmanlagen-Typen gibt es

Um die richtige Alarmanlage zu finden, stellen Sie sich am besten die Frage nach dem Einsatzort. Sollen die Sirenen und Melder im Haus, in der Wohnung oder an der Garage befestigt werden? In manchen Winkeln des Hauses ist es nämlich sehr aufwendig Kabel zu verlegen, weshalb Sie zwischen kabelgebundenen und funkbetriebenen Alarmanlagen wählen können.

Die Funk-Alarmanlage wird batteriebetrieben und kann einfach an der Wand montiert werden. So brauchen Sie keine Löcher bohren und verursachen keinen Baustaub zuhause. Für die Einstellungsmöglichkeiten steht Ihnen ein Handsender oder eine App zur Verfügung.

Im Wohnzimmer können Sie zum Beispiel auf eine verkabelte Alarmanlage zurückgreifen, die Ihr komplettes Zuhause schützt. Um den nachträglichen Aufwand zu minimieren, empfiehlt sich die Installation bei einem Neubau oder bei einer Komplettsanierung.

Außen- und Innensirene für Ihr Zuhause

Wer sich eine Alarmanlage anschaffen möchte, schaut meistens nach einer Sirene, die im Notfall ein akustisches und visuelles Signal abgibt. Im ersten Moment mag das sehr vorteilhaft sein, weil Einbrecher davon abgeschreckt werden und die Nachbarn von dem Einbruchsversuch erfahren. Der Täter kann aber dadurch unentdeckt fliehen.

Hersteller von Alarmanlagen haben darauf mit einer Weiterentwicklung von Sirenen reagiert. Sie produzierten mit der Zeit immer mehr Alarmsirenen, die einen stummen Notruf an den Hauseigentümer senden. 

Tür- und Fensterkontakte mit Alarmanlage koppeln

Einbrecher nutzen gerne Fenster und Türen, um in das Hausinnere zu gelangen. Der mechanische Schutz, also die Fenstergriffe und Scharniere, halten den Tätern nicht ewig stand, weshalb ein zusätzlicher Schutz durch elektrische Alarmanlagen ratsam ist. 

Für Fenster und Türen gibt es Magnetkontakte, die am Rahmen befestigt werden. Per Funktechnik sind diese Komponenten mit der Alarmanlage verbunden und senden im Notfall ein Signal an die Zentrale im Haus. Auslöser ist das Öffnen einer Tür oder eines Fensters bei aktivierter Alarmanlage.

Zusätzliche Sicherheit bieten Glasbruchmelder, die an Glasscheiben angebracht werden. Sie eignen sich besonders für dauerhaft geschlossene Fenster im Keller oder auf dem Dachboden, damit dort keine Sicherheitslücken entstehen.

Bewegungsmelder für mehr “Weitsicht”

Der elektronische Schutz durch Tür- und Fensterkontakte löst erst aus, wenn die Einbrecher sich mit dem Brecheisen gewaltsam Zutritt verschaffen. Bewegungsmelder reagieren dahingehend schon viel früher und registrieren die potentiellen Täter auch bei völliger Dunkelheit. Die Körperwärme reicht bei vielen Bewegungsmeldern aus, um eine vorbeilaufende Person in einigen Metern Entfernung zu entdecken. Je nach Modell wird dann ein stummes Signal an die Zentrale der Alarmanlage gesendet oder es wird die Beleuchtung rund ums Haus eingestellt. Dies sorgt bei den meisten Einbrechern für ungewolltes Lampenfieber.

Alarmanlagen mit integrierter Kamera

Die Gefahr eines Fehlalarms besteht immer, selbst wenn ein Fachmann die Alarmanlage installiert hat. Oftmals genügt bei einem empfindlichen Bewegungsmelder vorbeifliegendes Laub oder die Nachbarskatze, die den Garten durchquert, um einen Alarm auszulösen. Einbruchmeldeanlagen mit integrierter Kamera senken das Risiko etwas, weil der Hauseigentümer jederzeit sehen kann, ob die Anlage einen Einbrecher oder Nachbars Katze erfasst hat. 

Möchten Sie nicht nur den Außenbereich rund um Ihr Haus kontrollieren, eignen sich Alarmanlagen mit Kameras auch für den Innenraum – vorausgesetzt, Sie haben eine stabile Internetverbindung.

Zertifizierte Alarmanlagen und professionelle Montage

Im Schadensfall ersetzt Ihnen die Hausratsversicherung die beschädigten Möbel, Fenster und Türen, zumindest erhoffen Sie sich dies. Damit das auch der Fall ist, fördern einige Hausratversicherungen den Kauf einer VdS Alarmanlage durch einen Beitragsnachlass. Die Abkürzung “VdS” bestätigt, dass die entsprechende Einbruchmeldeanlage von der VdS Schadenverhütung GmbH zertifiziert wurde und als zuverlässig gilt. 

Zweites Kriterium für die Schadensübernahme ist die fachgerechte Montage der Alarmanlagen. Stellt der Mitarbeiter von der Hausratversicherung fest, dass Sie als Laie das Alarmsystem installiert haben, könnte sich das negativ auf die Kostenübernahme auswirken.

GSM Alarmanlagen informieren auf Wunsch den Sicherheitsdienst  

Die Abkürzung “GSM” beschreibt das Globale System für Mobilkommunikation und damit die Verbindung zu einem beliebigen Telefon.

Die GSM Alarmanlagen haben den Vorteil, dass sie den Alarm durch einen Telefonanruf oder per SMS an eine oder mehrere Personen weitergeben. Wenn Sie möchten, kann das auch der Notruf bei der Polizei oder dem örtlichen Sicherheitsdienst sein. Worauf Sie dabei achten sollten, erklären Ihnen gerne unsere Mitarbeiter. Wir schauen im Ernstfall nach dem Rechten und sorgen für die Funktionalität der Anlage.

Internetfähige Alarmanlagen mit Sabotageschutz 

Die IP-Technik, Abkürzung für Internet Protocol, ist seit einigen Jahren nicht mehr aus der Elektronikbranche wegzudenken. Daher gibt es auch IP Alarmanlagen, die mit dem Internet verbunden sind und oftmals einen Sabotageschutz gegen Hacker besitzen. Sollte es einmal zu Schwankungen in der Internetverbindung kommen, verfügen hochwertige Anlagen über einen extra Melder, der ein akustisches Signal auslöst.

Kosten einer Alarmanlage

Einbruchschutz ist immer mit Kosten verbunden, dabei gibt es je nach Umfang der Alarmanlage deutliche Preisunterschiede. Die Hardware stellt bei der Anschaffung den größten Kostenfaktor dar und richtet sich nach der Anzahl der zu sichernden Fenster und Türen. Um es anschaulich zu gestalten: Wenn Sie ein Einfamilienhaus mit einer Alarmanlage ausstatten möchten, fallen etwa Kosten von 1.300 bis 5000 Euro an (zzgl. Montagekosten). Ein Haus mit einer Tür und drei Fenstern ist im Vergleich günstiger.